Marke oder Rabatte

Nachlese zum 3. Digital Morning, 15. Oktober 2019


17.10.2019, Lesezeit: ~3min

Sind standardisierte Bezahlungs- und Vergütungsmodelle die Zukunft in der Kundenbindung? Reicht das aus, um sich im digitalen Wettbewerb zu behaupten? Oder brauchen starke Marken individuelle Customer Loyalty Programme? Darüber diskutierte eine ExpertInnenrunde beim 3. Digital Morning am 15. Oktober 2019.

Service, kleine intelligente Zusatzangebote und Goodies, die einen positiven Impact auf die Nachhaltigkeit haben sind für Roman Chromik, CEO von Cards & Systems, die wichtigsten Bausteine für ein erfolgreiches Loyalty-Programm. Außerdem ist für ihn der Trend zur Individualisierung auch in der Kundenbindung ein Muss. Business Intelligence-Lösungen sind der Schlüssel dazu, erläutert Roman Chromik.

Individualisierung, Marke und weniger die aktuell vorherrschende Rabattschlacht, sind für die Diskussionsrunde Erfolgsfaktoren bei Loyalty-Programmen.

Douglas bietet Kunden bereits seit 1996 eine Kundenkarte, die im Premium-Segment positioniert ist und für die Clubmitglieder 7 Euro im Jahr bezahlen, KundInnen bekommen dafür 5 % SofortRabatt, Einladungen zu Produktpräsentationen, kleine Geschenke und besondere Angebote, erzählt Claudia Scheiber-Daublebsky, Leiterin Marketing und CRM Douglas. „Wir setzen auf Qualität für unsere Beauty, Fashion und Lifestyle-affine Zielgruppe. Unsere Kunden erreichen wir durch den gezielten Einsatz von Algorithmen mittlerweile punktgenau mit individuellen Angeboten.“

Auch für Susanne Nitsch, Marketingleiterin der VAMED Vitality World geht es um die Marke: „Wir wollen unsere Markenwerte aktiv über das Kundenbindungs-Programm kommunizieren, dabei ist relevanter Quality-Content wesentlich für uns“. In 9 dezentral organisierten Thermen- und Gesundheitsressorts bietet VAMED Kunden State-of-the-Art Wellness und Gesundheitsvorsorge, so Nitsch.

Helmut Luxbacher, verantwortlich für Customer Loyalty bei Cards & Systems sieht in den auf Preisvorteile ausgerichteten großen unternehmensübergreifenden Kundenbindungsprogrammen kein ausreichendes Differenzierungsmerkmal für die teilnehmenden Marken. „Ein gutes Loyalitäts-Programm soll Markenwerte aufladen, den Community-Gedanken festigen, den USP stärken und die Kommunikation mit den Kunden verbessern“, so Luxbacher. Er plädiert für individuelle Angebote, die mit auf Daten basierten Programmen umgesetzt werden.

Das Individualisierung durch den Einsatz von Algorithmen besser und leichter gelingt, steht für alle TeilnehmerInnen außer Frage. Darüber hinaus gibt es aber noch mehr zu berücksichtigen. So wünscht sich Christian Schölnhammer, Gründer der Markenberatungsagentur Brand+ neben Geldwerten-Vorteilen in Markenbindungs-Programmen, Kreativität bei den Benefits. „Haben Sie mehr Mut und brechen Sie die Branchenlogik, handeln Sie anders, Ihre Kunden werden es schätzen.“

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v.l.n.r: Mag. Claudia Scheiber-Daublebsky, Douglas; Moderator Gerhard Krennmair, Cards & Systems; Mag. Susanne Nitsch, VAMED Vitality World; MMag. Christian Schölnhammer, Brand+; Ing. Helmut Luxbacher, Cards & Systems; Roman Chromik, Cards & Systems

Bericht und weitere Fotos über die Veranstaltung auf leadersnet.at.

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